Himmlisch lecker: Tonka-Crème brulée

Heute habe ich eine echt außergewöhnliche Leckerei für Euch, die perfekt für besondere Anlässe ist: einen klassischen Nachtisch, verfeinert mit Tonkabohne. Tonkabohne gibt Süßspeisen, aber auch herzhaften Soßen eine besondere, ungewöhnliche Note, ein bisschen wie Vanille, aber doch ganz anders. Schwer zu beschreiben eben 😉

Creme brulee mit Tonkabohne von TörtchenfieberHeute hat sich die Bohne meine Crème brulée geschnappt, um ihr das gewisse Etwas zu verleihen. Lilly von Lilly liebt… hat mich ihrer Crème brulée dazu inspiriert, dieses Dessert auch endlich mal selbst auszuprobieren. Essen tu´ ich es wirklich gerne, aber bis jetzt hatte ich noch nie die passende Gelegenheit, die Crème selbst zu machen. Heute ist es endlich so weit 🙂 Es gibt zwar keinen besonderen Anlass, aber ich habe beschlossen, meinen Lieben nochmal was Gutes zu tun, bevor ich erstmal in München bin.

Aber jetzt nochmal zurück zum Hauptdarsteller: der Tonkabohne. Die Bohne ist länglich, 3-4 cm lang und schmeckt süßlich. Sie wird in Südamerika auch als Ersatz für Vanille benutzt. Aber Vorsicht: die Tonkabohne macht zwar einen tollen Geschmack, man sollte sie aber trotzdem sehr sparsam verwenden. Sie enthält Cumarin, das bei übermäßiger Verwendung die Niere schädigen kann und im Verdacht steht, krebserregend zu sein. In geringen Mengen ist die Tonkabohne aber trotzdem ungefährlich.

Tonka-Creme brulee von Törtchenfieber

Zur Verwendung:
Ihr könnt die Bohne entweder mit einer Muskatreibe reiben, um sie in Teig zu verwenden. Dabei solltet Ihr nicht mehr als 1/4 Bohne für 1 kg Teig verwenden.
Bei Milchspeisen oder Cremes könnt Ihr die Bohne einfach 10 Minuten in der Milch oder Sahne köcheln lassen, und danach rausfischen. Dabei könnt Ihr die Bohne bis zu 10 Mal wiederverwenden, und das freut auch den Geldbeutel 😉
Ich selbst habe beim Mitkochen in Sahne oder Milch bessere Erfahrungen gemacht als in geriebener Form. So ist der Geschmack einfach intensiver, und man kann auf das Cumarin verzichten.

Und wo bekommt Ihr´s?
Die Bohnen könnt Ihr in jeder Apotheke bestellen lassen, oder Ihr geht ins Reformhaus (wieviel es da aber kostet weiß ich nicht). Für 4 Bohnen habe ich ungefähr 6 € bezahlt, aber wenn man bedenkt, dass man jede 10x verwenden kann, ist das voll ok finde ich.

Jetzt aber zum Rezept!

Tonkabohnen-Creme brulee von Törtchenfieber

Zutaten:
für 5 Personen

400g Sahne
150g Milch
1 Spritzer Limettensaft
1 Tonkabohne
4 Eigelb
3 EL Zucker
etwas braunen Zucker

Und so geht´s:

Die Sahne mit der Milch, dem Limettensaft und der Tonkabohne 10 Minuten köcheln lassen. Danach die Tonkabohne herausfischen. Die Eigelb mit dem Zucker verrühren, und in die Milch-Sahne rühren. Die Crème in 5 ofenfeste Förmchen geben, und in eine hohe Auflaufform stellen. Die Auflaufform so hoch mit kochendem Wasser auffüllen, dass die Förmchen zur Hälfte im Wasser stehen. Bei 140°C für 70 Minuten in den Ofen stellen, auf unterster Schiene.

Die Crème abkühlen lassen, und kurz vor dem Servieren mit braunem Zucker bestreuen. Wenn Ihr einen Bunsenbrenner habt, könnt Ihr damit den Zucker karamellisieren.
Ansonsten geht das auch im Ofen: kühlt die Crème vorher gut durch, und stellt die Förmchen in eine Auflaufform mit Eiwasser, und stellt sie für 3 – 5 Minuten in den Ofen, der auf Grill gestellt und vorgeheizt ist, bis der Zucker gerade karamellisiert ist.

Und dann könnt Ihr die Mischung aus kühler Crème und heißem Karamell genießen!
Ich hab mir ein paar Zwetschgen dazu klein geschnitten, die geben einen schönen Kontrast zu der süßen Crème.

Creme brulee von Törtchenfieber

Habt Ihr schon einmal mit Tonkabohne gebacken oder experimentiert? Freue mich über neue Ideen von Euch! 🙂

Lasst´s Euch gut gehen und bis bald!

Eure Julia

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2 Gedanken zu “Himmlisch lecker: Tonka-Crème brulée

  1. Schaut sehr gut aus und freut mich auch, dass mein Rezept Inspiration für etwas Neues war. Das ist das Beste an Foodblogs, inspirieren und inspiriert werden. 🙂 Von der Tonkabohne habe ich vorher noch nie gehört, klingt interessant, werde ich vielleicht auch einmal ausprobieren. 🙂 Liebe Grüße, Lilly

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