Muskatzine: ein regionaler Keks mit Suchtfaktor

Kennst Du sie schon, die Musatzine? Wahrscheinlich nicht, denn sie ist ein Keks, den es nur in Dettelbach, einem unterfränkischen Wallfahrtsort ganz bei mir in der Nähe, gibt. Doch das soll sich jetzt ändern! Denn wenn Du sie einmal probiert hast, wirst Du sie immer wieder wollen – sie hat echtes Suchtpotenzial ;D

Muskatzine von Törtchenfieber

Bei mir war dieses „immer wieder“ bis jetzt einmal im Jahr, und zwar nach unserer jährlichen Wallfahrt in die Heimat der Muskatzine, bei der ich entweder selbst dabei war oder meine Eltern so nett waren, immer eine Packung mitzubringen.

Doch dieses Jahr hat mich der Ehrgeiz gepackt: nachdem mir meine Eltern letzte Woche eine Dose voll dieser leckeren Kekse mitgebracht haben, habe ich beschlossen, mich einfach mal in die Küche zu stellen und die kleinen Dinger selbst auszuprobieren – mit Erfolg!

Bei Steffen von Ein Stück heile Welt habe ich ein tolles Rezept gefunden und mich gleich ans Werk gemacht.

Die Vorbereitung an sich geht fix, Du brauchst ungefähr 45 Minuten, aber danach müssen die Muskatzinen 24 Stunden ruhen, bevor sie gebacken werden. Also früh genug anfangen, wenn sie für einen bestimmten Anlass geplant sind 🙂

Muskatzinen von Törtchenfieber

Zutaten:

♥ 2 Eier
♥ 200g Zucker
♥ 75g gemahlene Haselnüsse
♥ 1 TL Zimt
♥ 1 TL Lebkuchengewürz
♥ 1/2 TL Muskat
♥ 1 Msp. gemahlene Nelke
♥ 50g Zitronat
♥ 250g Mehl
♥ 1 1/2 TL Backpulver

Zubereitung:

Die Eier zusammen mit dem Zucker solange schaumig schlagen, bis der Zucker sich komplett aufgelöst hat.
Danach die Haselnüsse, Gewürze und das Zitronat dazugeben. Mit einem Pürierstab pürieren, bis das Zitronat möglichst klein ist.

Das Mehl und Backpulver dazu geben und zu einem homogenen Teig verkneten.
Aus dem Teig kleine, längliche Stäbchen (3-4 cm lang) formen und auf ein Backpapier legen. Wenn Ihr eine Holzform habt, könnt Ihr diese auch gerne nehmen, denn so werden Muskatzinen traditionell gemacht. Ich hatte leider keine.P1050634

Zum Schluss in die Mitte der Kekse mit einem Messerrücken 2 Rillen drücken,
und die Kekse dort leicht zusammendrücken.

24 Stunden an einem kühlen Ort ruhen lassen.
Danach bei 200°C für 8 Minuten im Ofen backen.

Mit der Zeit werden die Muskatzinen ziemlich hart, aber das ist kein Problem, denn dafür hast Du die Rillen in die Mitte gemacht: Dort kann man sie ganz leicht auseinander brechen. Dann einfach die Bruchstelle zwischen die Lippen nehmen und blasen: Durch die Feuchtigkeit wird die Muskatzine sofort wieder weich!

Was gibt es bei Dir an regionalen Spezialitäten, die eher unbekannt aber super-lecker sind? Ich freue mich auf tolle Ideen!

Liebe Grüße Julia

leckere Muskatzinen von Törtchenfieber

Advertisements

3 Gedanken zu “Muskatzine: ein regionaler Keks mit Suchtfaktor

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s