Heinerli nach Oma´s Art

Heute klappt es endlich, ich kann Euch von einem meiner aller aller liebsten Plätzchensorten berichten!
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Heinerli gehören für mich zur Weihnachtszeit – und besonders zu meinem Geburtstag – wie sonst fast nichts. Meine Oma macht sie jedes Jahr zu Weihnachten und kann eigentlich gar nicht genug machen, denn sowohl Kinder, Enkel als auch Schwiegerkinder reißen sich wahrlich darum 😀 Als Kinder haben wir bei jedem vorweihnachtlichen Besuch schon heimlich nach dem Plätzchenversteck gesucht. Und kam dann eine Plätzchendose Heinerli auf den Tisch, dann war die, bevor man zweimal schauen konnte, auch schon fast leer!

Ich habe mit den Heinerli immer besonders Glück, weil ich Anfang Dezember Geburtstag habe. Schon seit bestimmt 8 Jahren ist mein einziger Geburtstagswusch an meine Oma eine Dose Heinerli, die ich auch immer bekomme.
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Und weil ich ja selbst sehr gerne backe und alte Familienrezepte total spannend finde, habe ich es dieses Jahr endlich geschafft, sie einmal selbst auszuprobieren. Das ist auch gar nicht wirklich schwer! Bei meiner Oma sehen sie natürlich trotzdem perfekter aus als bei mir, aber das ist klar, das ist jahrelange Übung 😉

Upps… kennt Ihr Heinerli überhaupt? Das sind Plätzchen, die aus mehreren Oblatenschichten bestehen, die mit einer weichen Schokocreme gefüllt sind – so lecker! Anderswo heißen sie glaube ich auch Schokolatinchen. Eigentlich gibt es sie überall in Deutschland, aber die wenigsten machen sich noch die Mühe, sie selbst zu machen. Das lohnt sich aber wirklich, weil die, die ich bisher vom Bäcker probiert habe, waren nie so gut. Mal sind die Schokoschichten zu dünn, mal schmeckt die Füllung komisch (man muss wirklich gute Schokolade verwendet!)… Also: Probiert sie aus, das empfehle ich Euch wirklich von Herzen!
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Zutaten:

  • 250g Schokolade (entweder Milka oder eine Mischung aus Milka und Rittersport)
  • 250g Palmin
  • 250g Zucker
  • ½ Päckchen echter Vanillezucker
  • 4 Eier
  • 2 Päckchen eckige Oblaten

Zubereitung:

  1. Die Schokolade in Stücke zerbrechen und mit dem Palmin in einem mittleren Topf auf Stufe 3-4 schmelzen.
  2. Zucker und Vanillezucker dazugeben und mit einem Mixer schön schaumig schlagen.
  3. Auf Stufe 8 erhitzen, danach kurz abkühlen lassen und die Eier unter Rühren dazugeben.
  4. Die Mischung abkühlen lassen und sobald sie kühl ist, nach draußen oder in den Kühlschrank stellen. Wenn die Creme ziemlich fest ist, sodass man sie gerade noch streichen kann (das dauert je nach Temperatur ca. ½ Tag), ist die Konsistenz richtig.
  5. Ein halbiertes Blatt Backpapier auf ein flaches, großes Brett legen. Darauf eine Oblate legen. Mit einem Teigschaber etwas Creme auf die Oblate geben und bis zum Rand verstreichen. Die Dicke ist dabei Geschmackssache, ich mag gerne dickere Schichten, aber nicht zu dick, sonst quillt die Masse an den Seiten raus. Mit einer weiteren Oblate bedecken und so weiter verfahren. Je nach Geschmack 5 bis 7 Oblaten so aufeinander stapeln, die Oberseite bildet wieder eine Oblate. Die andere Hälfte des Backpapier auf den Stapel legen und mit einem leichten Brettchen beschweren.
  6. Genauso auch mit der restlichen Füllung und den restlichen Oblaten vorgehen. Je nach Dicke und Höhe entstehen so 2 oder 3 Stapel. Diese 2-3 Tage kühl stellen (z.B. im Keller). Danach rautenförmig schneiden und kühl aufbewahren.

Tipp: Am 23. Dezember findet Ihr hier auf dem Blog ein fränkisches Dessert für das Fränkische Weihnachtsdinner, das ich zusammen mit anderen Food-Bloggern aus Franken kreiert habe. Dafür hebt Ihr am besten 1/2 Stapel Heinerli auf und schneidet ihn nicht, den könnt Ihr dafür gebrauchen 🙂

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Liebe Grüße und viel Spaß beim Backen!

Julia

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9 Gedanken zu “Heinerli nach Oma´s Art

    1. Liebe Becci,
      Dankeschön!
      Die Creme ist ja erhitzt, deswegen muss man wegen der Eier keine Bedenken haben.
      Wir haben Mitte März noch 2 einzelne Heinerli in einer Dose gefunden, die waren noch super und total lecker 😉
      Liebe Grüße Julia

      Gefällt mir

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